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GRÜNE Politik zur Verringerung von Verkehrslärm und Feinstaub


Lärm und Staub belasten heute immer mehr die Gesundheit der EssenerInnen. Der Stadtverkehr trägt einen erheblichen Anteil dazu bei. Die Gesundheit vieler Menschen ist dadurch stark beeinträchtigt. Verkehrsplanung muss sich heute an Umweltbelangen, wirtschaftlicher Effizienz, Sicherheit und Bevölkerungsentwicklung ausrichten. GRÜNE fordern intelligente Lösungen, die möglichst allen Verkehrsteilnehmern gerecht werden. Hier können u.a. City-Logistikkonzepte endlich dafür sorgen, dass die Lieferverkehre in der Stadtmitte und die Nebenzentren reduziert werden. Einzelhändler oder Kaufhäuser, die bislang nur Parkgebühren für Kunden erstatten, sollten solche Maßnahmen auch auf ÖPNV-Tickets ausdehnen.


Wir wollen, dass der nicht zu vermeidende Autoverkehr stadtverträglich gestaltet wird, d.h. geräuscharm, schadstoffarm und sicher. Wir werden uns für eine konsequente Lärmminderungsplanung der Stadt einsetzen, die zu einer wirksamen Reduzierung der Lärmbelastung führt. Bausteine hierfür sind die Ausweitung von Tempo 30-Zonen in Wohngebieten, die Einführung von Tempo 30 auf bestimmten Hauptverkehrsstraßen, Nachtfahrverbote bzw. Fahrverbote für LKW in Wohngebieten, lärmarme Straßenbeläge („Flüsterasphalt“), mehr Geschwindigkeitskontrollen und mehr Schallschutzmaßnahmen.


Die Gestaltung des öffentlichen Raums in den Städten darf nicht vordringlich auf Autos ausgerichtet sein. Für eine höhere Aufenthaltsqualität brauchen wir einen Ausgleich zwischen Verkehr und Verweilen. Durch das Prinzip des "Shared Space" – geteilter Raum - werden Straßen und Kreuzungen zu einem gemeinsam von allen genutzten und belebten Raum. Durch mehr Blickkontakt und Rücksichtnahme, steigt die Sicherheit und es passieren weniger Unfälle. Wir GRÜNE setzen uns dafür ein, dieses neue Konzept auch in Essen in die Praxis umzusetzen und insbesondere bei Neuplanungen zu berücksichtigen.


Außerdem brauchen wir ein LKW-Routenkonzept für Essen und unsere Nachbarstädte, das die Wohngebiete schützt und den LKW-Verkehr in der Stadt begrenzt. Großflächige Industrie- und Gewerbegebiete wie z. B. der Stadthafen oder das Eco-Nova-Areal müssen verkehrstechnisch so optimiert werden, dass unvermeidbare LKW-Verkehre direkt überörtliche Straßen erreichen können, ohne die umgebenden Wohngebiete zu belasten.

Projekt:

Umweltzone Ruhrgebiet


Für eine wirksame Feinstaubbekämpfung muss der derzeitige Flickenteppich bei der Umweltzone zugunsten einer Städte- übergreifenden Flächenlösung im Ruhrgebiet ausgeweitet werden. Es ist ein Unding, dass in Vogelheim oder Altenessen die Umweltzone willkürlich endet, andere stark belastete Stadtteile wie Kupferdreh und Werden  außen vor bleiben. Im Rahmen einer ruhrgebietsweiten Lösung sollten dann auch weitergehende Maßnahmen wie die Verknüpfung einer Citymaut mit einem Umweltticket geprüft und auf den Weg gebracht werden.

Keine A 52 und kein Ruhralleetunnel


Die geplanten Autobahnen A52 und A535 (Ruhralleetunnel) drohen Essen zu einem der verkehrsreichsten Transitkreuze in Europa zu machen. Es geht um eine dritte Nord-Süd Autobahn durch das Ruhrgebiet und mitten durch unsere Stadt. Insbesondere LKW-Verkehre würden deutlich zunehmen und damit die Belastungen. Deshalb lehnen GRÜNE nach wie vor den Bau der Autobahnen entschieden ab. Für unsere Stadt hieße das mehr Emissionen durch Abgase und Lärm sowie eine Zerschneidung der nördlichen Stadtteile. Nicht zuletzt sollen hier viele Millionen Euro verbaut werden, die GRÜNE lieber in eine nachhaltige und intelligente Verkehrspolitik investieren wollen.

Vorrang für FußgängerInnen und RadfahrerInnen

Bei kurzen und mittleren Entfernungen ist das Fahrrad das Verkehrsmittel der Zukunft. Es ist nicht nur leise, sauber und preiswert, sondern fördert auch die Gesundheit jedes einzelnen Radlers und jeder einzelnen Radlerin. Die GRÜNEN haben sich daher in den letzen Jahren intensiv für ein funktionelles und sicheres stadtweites Radwegenetz eingesetzt. Bisher konnten über 180 Einbahnstraßen für den Radverkehr in Gegenrichtung geöffnet werden.