Bundesverband - GRÜNE NRW - GRÜNE Hochschulgruppe - Ratsfraktion - Junge Grüne - Kai Gehring MdB - Mehrdad Mostofizadeh MdL
Gesundes Trinkwasser für Essen!
Stadtwerke investieren 55 Millionen in modernste Filtertechnik
In den letzten Jahren gab es regelmäßig berechtigte Aufregung um mit Chemikalien belastetes Trinkwasser aus der Ruhr. Den nachhaltigsten Skandal machten dabei die illegalen PFT-Einträge, die aus dem Sauerland auch in unsere Wasserwerke in Überruhr gelangten.
Wenn auch immer beteuert wurde, diese Trinkwasserbelastungen seien weit unter gesundheitsschädlichen Grenzwerten geblieben, konnte die Notwendigkeit einer moderneren Filtertechnik nicht mehr bestritten werden.
GRÜNE hatten sich massiv für eine verbesserte Filtertechnik eingesetzt.
Tatsächlich wird in den kommenden 2 Jahren in Zusammenarbeit der Stadtwerke Essen AG und der Gelsenwasser AG die grundsätzliche Erneuerung der Wasserwerke in Steele-Horst und Überruhr betrieben. Eine gemeinsame „Wassergewinnung Essen GmbH“ wird mit dem aktuellsten technischen Standard rund 55 Millionen Euro in „noch saubereres Trinkwasser“ investieren.
Dafür werden neben der neuen Anlage die beiden schon vorhandenen Wasseraufbereitungen ebenfalls technisch durchmodernisiert.
Begrüßenswerte Innovationen wie die Aktivkohlefilter und eine Anlagetechnik in Neubauten der „Wassergewinnung Essen GmbH“ haben das Gesamtprojekt jedoch etwa 15 Millionen teuerer werden lassen als in den Erstplanungen von 2007. GRÜNE hatten damals diese Entscheidung der Stadtwerke begrüßt und freuen sich, dass die Umsetzung auf einem guten Weg ist.
Jedoch sehen wir noch weiteren Aktionsbedarf in der Essener Trinkwasserpolitik. Wie bereits im Kommunalwahlprogramm formuliert, wollen wir GRÜNEN die Schadstoffeinleitung in die Ruhr minimieren, indem wir auch die Indirekteinleiter über ein Kataster erfassen und gegebenenfalls nach dem Verursacherprinzip für die Abscheidung ihrer Einleitungen zur Kasse bitten.
Künftig wird in einem Verbundsystem mittels einer 2,8 km langen Leitung das Wasserwerk Steele-Horst mit der Anlage in Überruhr verbunden. Die verschiedenen Reinigungsstufen für das „Rohwasser“ aus der Ruhr können so auf beide Anlagen verteilt werden.
Insbesondere die Wasseraufbereitung in Überruhr wird künftig weitere Stufen mit verfahrenstechnisch sehr schönen Namen und hoher Wirksamkeit durchlaufen: zentrale physikalische Entsäuerung, Aktivkohle-Festbettfilter; UV-Desinfektion in Dreikammertrinkwasserbehältern.
Schon im Jahr 2011 sollen diese Verfahren nicht nur den Essenern, sondern auch der benachbarten südöstlichen Ruhrgebietsregion allerfeinstes Trinkwasser liefern.
Vorher sind noch solide Ingenieurleistungen zu erbringen. Mit den Bauarbeiten für den sogenannten „Ruhrdüker,“ einer zentralen Wasserleitung unter der Ruhr, werden wochenweise Absperrungen des Leinpfades auf der linken Ruhrseite verbunden sein, wie auch Sperrungen an der Langenberger Straße.
Dann man: „Wasser Marsch! Und Prost! Essen 2011!
Walter Wandtke/jod
Weitere Informationen bei Johannes Remmel und der Landtagsfraktion unter
www.johannes-remmel.de/umweltpolitik.php
www.gruene.landtag.nrw.de/cms/oekologie/rubrik/10/10395.oekologie.html







